myenergi Zappi mit LadeKosten verbinden
Erfasse deine Ladekosten mit der myenergi Zappi automatisch: Cloud-Anbindung über Hub-Seriennummer und API-Key, eine Ladung je Einstecken mit dem von myenergi gemeldeten PV-Anteil, ältere Ladungen per myenergi-Export. Beta.
| Modelle | Zappi V2, Zappi V1 |
| Integration | Cloud API |
| Authentifizierung | HTTP Digest (Hub-Serial + API-Key) |
| Max. Leistung | 7,4/11/22 kW |
| Phasen | 3-phasig |
| Markt | UK / DACH |
| API-Qualität | Experimentell |
| Status | Verfügbar |
myenergi Zappi – die Wallbox für Solarstrom-Nutzer
Die myenergi Zappi ist keine gewöhnliche Wallbox. Sie wurde von Anfang an für das Zusammenspiel mit Solaranlagen und Hausbatterien entwickelt. Mit den Modi Eco und Eco+ lädt die Zappi dein E-Auto bevorzugt mit Solarüberschuss — im Eco+-Modus pausiert sie sogar, wenn die Sonne nicht reicht.
Genau das macht die Kostenrechnung interessant: Wer zu großen Teilen mit eigenem Solarstrom lädt, hat deutlich niedrigere Ladekosten als bei reinem Netzbezug. Für Arbeitgeber-Erstattung und Steuererklärung zählt aber nur, was du belegen kannst — und dafür braucht es Zahlen statt Schätzungen.
Beta: Die myenergi-Integration ist neu und läuft aktuell bei Beta-Kundinnen und -Kunden. Wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert, freuen wir uns über eine kurze Nachricht an den Support.
Was LadeKosten erfasst
Die App fragt die myenergi-Cloud im Hintergrund etwa alle 15 Minuten ab, im Vordergrund zusätzlich beim Öffnen. Dabei merkt sie sich für jede Zappi den Steckzyklus: wann du eingesteckt und wann du wieder abgesteckt hast.
Nach dem Abstecken holt LadeKosten die Minutendaten dieses Zeitraums aus der myenergi-Cloud und fasst sie zu einem Ladevorgang zusammen — auch wenn die Zappi zwischendurch pausiert hat. Dokumentiert wird je Ladevorgang:
- Geladene Energiemenge in kWh
- Start- und Endzeit (erste und letzte Minute mit Energie)
- PV-Anteil, wie myenergi ihn meldet
- Stromkosten aus deinem hinterlegten Tarif
- Aktuelle Ladeleistung im Live-Status während der Ladung
Liefert die myenergi-Cloud für eine beendete Ladung auch zwei Stunden nach dem Abstecken keine Minutendaten, bucht LadeKosten die Ladung aus dem Energiewert der Zappi — mit der beobachteten Einsteckzeit als Start, dann ohne PV-Anteil. Sehr kleine Energieblöcke bis 0,1 kWh werden nicht gebucht.
Die automatische Historie reicht 7 Tage zurück. Hat die App das Einstecken nicht beobachtet — etwa weil sie lange nicht geöffnet war und die Hintergrundaktualisierung aus ist —, kann eine Ladung mit langen Pausen als mehrere Einträge erscheinen. Für ältere Zeiträume ist der myenergi-Export die verlässliche Quelle.
Die Verbindung ist rein lesend: LadeKosten steuert deine Zappi nicht und ändert keine Einstellungen.
PV-Anteil: gemeldet, nicht geraten
Die Minutendaten der myenergi-Cloud enthalten je Minute, wie viel Energie aus dem Solarüberschuss kam und wie viel aus dem Netz. LadeKosten übernimmt diese Werte unverändert und weist den PV-Anteil auch so aus: als gemeldet (myenergi), nicht als erkannt oder gemessen.
Abgerechnet wird der Netzanteil mit deinem Stromtarif, der PV-Anteil mit dem optionalen Preis „Eigenstrom (PV)" aus den Preis-Einstellungen. Steht dieser Preis auf 0, ist die Funktion aus und alles wird zum Netztarif bewertet.
Für Ladungen, die weiter als 7 Tage zurückliegen, holst du dir die Werte über den myenergi-Export:
- Im myenergi-Portal (myaccount.myenergi.com) auf Energy Use → Charging Sessions → Export gehen. Die CSV enthält eine Zeile je Steckzyklus, inklusive der grünen Energie in kWh.
- In der App im Zappi-Detailscreen auf „myenergi-Export importieren" tippen — alternativ über Mehr → Importe.
LadeKosten zeigt vor dem Speichern eine Vorschau und erkennt dabei Duplikate sowie Überschneidungen mit bereits automatisch erfassten Ladevorgängen. Du entscheidest einmal pro Datei, ob die vorhandenen Einträge ersetzt oder behalten werden. Die CSV-Datei selbst wird nur im Arbeitsspeicher ausgewertet und nicht gespeichert.
Eco, Eco+ und Fast
Die Zappi bietet drei Lademodi — und es lohnt sich zu wissen, was davon in der App sichtbar ist:
- LadeKosten erfasst unabhängig vom Modus die gesamte geladene Energie je Steckzyklus. Den gewählten Lademodus liest die App nicht aus.
- Der Solaranteil einer Ladung steht direkt in der Buchung, so wie myenergi ihn meldet.
- Warten auf Sonne ist keine Störung: Wartet die Zappi auf Solarüberschuss, warnt die App nicht vor einer ungewöhnlich langen Wartezeit. „Laden gestartet" kommt je Ladung nur einmal, auch wenn die Zappi mehrmals pausiert und wieder anläuft.
Praktisch heißt das: Eine Eco+-Ladung an einem sonnigen Tag steht mit ihrem grünen Anteil in der Auswertung — eine Fast-Ladung in der Nacht komplett als Netzstrom.
Einrichtung Schritt für Schritt
1. Hub-Seriennummer und API-Key bereithalten
Du brauchst zwei Angaben: die Seriennummer deines myenergi-Hubs (nicht die der Zappi) und einen API-Key. Den Key legst du in deinem myenergi-Konto auf myaccount.myenergi.com an oder in der myenergi-App unter Menü → Standort → myenergi Produkte → Schlüssel-Symbol beim Hub.
2. Wallbox anlegen
Öffne Mehr → Meine Wallboxen → Wallbox hinzufügen und wähle „myenergi Zappi". Trage Hub-Seriennummer und API-Key ein und wähle Standort, Standardfahrzeug und Maximalleistung.

| Feld | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Name | Zappi Carport | frei wählbar |
| Hub-Seriennummer | 12345678 | Seriennummer des myenergi-Hubs |
| API-Key | ••••••• | aus dem myenergi-Konto oder der App |
| Server-URL (optional) | leer | nur bei Verbindungsproblemen ausfüllen |
| Maximalleistung | 7,4 kW | Nennleistung deiner Zappi (7,4, 11 oder 22 kW), nur für Anzeige und Plausibilität — an der Zappi ändert sich nichts |

3. Verbindung testen und speichern
Tippe auf „Verbindung testen". Klappt der Test, auf Speichern tippen. Schlägt er fehl, trägst du im Feld „Server-URL (optional)" den Server deines myenergi-Kontos ein — meist https://s18.myenergi.net — und testest erneut. Normalerweise ermittelt die App den Server selbst; das Feld bleibt dann leer.

4. Fertig: Live-Status
Die Wallbox erscheint danach in deiner Liste — während einer Ladung mit dem Status „Lädt".

Tippst du sie an, öffnet sich der Live-Status mit aktueller Ladeleistung, aktueller Ladung und maximaler Leistung — dort liegen auch die Schaltflächen „Jetzt synchronisieren" und „myenergi-Export importieren". Unter „Server-Quelle" steht, wie die App den myenergi-Server ermittelt hat: Standard, gemerkt, vom Director ermittelt oder manuell festgelegt.

Läuft gerade eine Ladung, zeigt auch der Start-Bildschirm ein Live-Banner mit Wallbox und aktueller Leistung.

5. Ältere Ladungen nachtragen
Willst du Ladungen erfassen, die länger als 7 Tage zurückliegen, lädst du im myenergi-Portal den CSV-Export herunter und importierst ihn über „myenergi-Export importieren" im Zappi-Detailscreen.

Die Vorschau zeigt vor dem Speichern, was in der Datei steckt: Anzahl der Zeilen und Zeitraum, Summe der kWh, den von myenergi gemeldeten PV-Anteil, wie viele Zeilen als geschäftlich markiert sind und ob die Seriennummer zu dieser Wallbox passt. Alle Ladungen mit Energie sind vorausgewählt — du kannst einzelne abwählen, bevor du übernimmst.
Steuerliche Dokumentation
Auch mit der Zappi erstellt LadeKosten steuerlich verwertbare Nachweise:
- PDF-Reports für den Arbeitgeber
- DATEV-Export für den Steuerberater
- CSV-Export aller Ladungen für Excel
- GoBD-konforme Aufzeichnung mit Audit-Log
- Monatliche Übersichten mit Kosten und Energiemengen
Importierte Ladevorgänge legt die App als festgeschriebene Datensätze an und protokolliert den Import im Audit-Log — damit ist nachvollziehbar, woher jede Zeile stammt.
Für die Dienstwagen-Erstattung in Deutschland zählt die per Zähler nachgewiesene Menge. Auch Strom aus der eigenen PV-Anlage darf dabei mit dem Haushaltstarif des Stromanbieters oder mit der Strompreispauschale bewertet werden (BMF-Schreiben vom 11.11.2025, Rn. 29 und 30). Für deine eigene Kostenrechnung zeigt dir der PV-Anteil, was dich eine Ladung tatsächlich gekostet hat.
Fazit
Hub-Seriennummer und API-Key einmal eintragen — ab dann erfasst LadeKosten jede Ladung deiner myenergi Zappi automatisch als einen Ladevorgang je Einstecken, von überall, ohne gemeinsames WLAN, mit dem PV-Anteil, den myenergi selbst meldet. Ältere Ladungen ergänzt du mit dem myenergi-Export. Die Integration ist im Beta-Status: Rückmeldungen aus der Praxis sind ausdrücklich willkommen.
So richtest du es ein
Hub-Seriennummer und API-Key bereithalten
Du brauchst die Seriennummer deines myenergi-Hubs (nicht die der Zappi) und einen API-Key. Den Key legst du in deinem myenergi-Konto auf myaccount.myenergi.com an oder in der myenergi-App unter Menü → Standort → myenergi Produkte → Schlüssel-Symbol beim Hub.
Wallbox in LadeKosten anlegen
Öffne Mehr → Meine Wallboxen → Wallbox hinzufügen, wähle „myenergi Zappi", trage Hub-Seriennummer und API-Key ein, wähle die Maximalleistung (7,4, 11 oder 22 kW) und tippe auf „Verbindung testen". Das Feld „Server-URL (optional)" bleibt normalerweise leer — nur wenn der Test fehlschlägt, trägst du dort den Server deines Kontos ein, meist https://s18.myenergi.net. Danach speichern.
Ladevorgänge automatisch erfassen
LadeKosten fragt die myenergi-Cloud im Hintergrund etwa alle 15 Minuten ab und merkt sich, wann du einsteckst und absteckst. Nach dem Abstecken fasst die App die Minutendaten dieses Steckzyklus zu einem Ladevorgang zusammen: geladene kWh, Start- und Endzeit, der von myenergi gemeldete PV-Anteil und die Kosten aus deinem Stromtarif.
Ältere Ladungen per myenergi-Export nachtragen
Die automatische Historie reicht 7 Tage zurück. Für ältere Ladungen lädst du im myenergi-Portal unter Energy Use → Charging Sessions den CSV-Export herunter und tippst im Zappi-Detailscreen auf „myenergi-Export importieren". LadeKosten zeigt eine Vorschau, erkennt Duplikate und übernimmt den von myenergi gemeldeten Solaranteil je Ladung.
Häufige Fragen
Trennt LadeKosten zwischen Solarstrom und Netzstrom?
Ja, so wie myenergi es meldet. Die Minutendaten der myenergi-Cloud enthalten je Minute die Energie aus Solarüberschuss und die aus dem Netz. LadeKosten summiert beides je Steckzyklus und weist den PV-Anteil als „gemeldet (myenergi)" aus — nicht als gemessen. Nur wenn die Minutendaten für eine beendete Ladung auch zwei Stunden nach dem Abstecken fehlen, bucht die App die Ladung aus dem Energiewert der Zappi, dann ohne PV-Anteil. Den Netzanteil rechnet die App mit deinem Stromtarif ab, den PV-Anteil mit dem optionalen Preis „Eigenstrom (PV)" aus den Preis-Einstellungen.
Welche Zappi-Modelle werden unterstützt?
Jede Zappi, die an einem myenergi-Hub mit Internetverbindung hängt. Die Verbindung läuft über die myenergi Cloud-API, nicht über die Wallbox selbst. Die Maximalleistung stellst du auf 7,4, 11 oder 22 kW ein. Getestet ist die Integration mit einer Zappi V2; sie befindet sich im Beta-Status.
Funktioniert das auch außerhalb Deutschlands, zum Beispiel im UK?
Ja. Die myenergi Cloud-API funktioniert standortunabhängig, solange dein Hub online ist. LadeKosten ermittelt den zuständigen myenergi-Server automatisch und zeigt im Wallbox-Detail, woher er stammt. Nur falls der Verbindungstest fehlschlägt, trägst du im Feld „Server-URL (optional)" den Server deines Kontos ein — meist https://s18.myenergi.net.
Wird eine Eco+-Ladung mit Pausen in mehrere Einträge zerlegt?
Nein, solange die App das Einstecken beobachtet hat: Alle Energieblöcke zwischen Einstecken und Abstecken werden zu einer Ladung zusammengefasst. Hat die App das Einstecken nicht gesehen — etwa weil sie lange nicht geöffnet war und die Hintergrundaktualisierung aus ist —, kann eine Ladung mit langen Pausen als mehrere Einträge erscheinen. „Laden gestartet" meldet die App je Ladung nur einmal, auch wenn die Zappi zwischendurch pausiert.
Was bedeutet Beta bei dieser Integration?
Die Zappi-Anbindung ist neu und läuft aktuell bei Beta-Kundinnen und -Kunden. Die automatische Historie reicht 7 Tage zurück; für alles, was älter ist, ist der myenergi-Export die Quelle. Rückmeldungen nehmen wir über den Support gerne entgegen.
Muss mein Smartphone im selben WLAN wie die Zappi sein?
Nein. Die Verbindung läuft über die myenergi Cloud, nicht über dein Heimnetz. Es genügt, dass dein myenergi-Hub online ist — deine Ladedaten kommen auch dann an, wenn du unterwegs bist.
Steuert LadeKosten meine Zappi?
Nein. Die Verbindung ist rein lesend. LadeKosten startet oder stoppt keine Ladung, wechselt keinen Lademodus und ändert keine Einstellungen an deiner Wallbox.
Brauche ich dafür ein Pro-Abo?
Die automatische Wallbox-Synchronisierung und der myenergi-Import sind Pro-Funktionen. In der kostenlosen Testphase sind beide enthalten, du kannst die Zappi-Anbindung also vorher in Ruhe ausprobieren.
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