Die kurze Antwort
Bei einem typischen Haushaltsstrompreis von 0,34 €/kWh kostet eine komplette Ladung eines 75-kWh-Akkus rund 28 €, und 100 km kosten etwa 6,80 € — deutlich weniger als die ~12,80 €, die ein vergleichbarer Benziner auf derselben Strecke verbraucht. Wer 1.100 km im Monat fährt und überwiegend zuhause lädt, zahlt also grob 75 € im Monat für „Sprit". Dein echter Wert hängt von drei Faktoren ab — dazu gleich mehr.
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Die Formel
Kosten pro Ladung = Akkukapazität (kWh) × Strompreis (€/kWh) ÷ Ladewirkungsgrad (~0,9)
Laden ist nicht verlustfrei: Eine Wallbox bringt etwa 88–92 % des gezogenen Stroms in den Akku. Deshalb teilst du durch ~0,9, um die Kosten am Zähler zu erhalten. Für die Kosten pro 100 km rechnest du einfacher mit dem Realverbrauch inklusive Ladeverlusten — bei den meisten E-Autos sind das rund 18–22 kWh/100 km.
Beispielrechnung nach Strompreis (20 kWh/100 km)
| Stromquelle | Preis/kWh | Kosten pro 100 km | Voll-Ladung (75 kWh) |
|---|---|---|---|
| PV-Überschuss | ~0,12 € | 2,40 € | ~10 € |
| Nachttarif / dynamischer Tarif | ~0,25 € | 5,00 € | ~21 € |
| Standard-Haushaltsstrom | ~0,34 € | 6,80 € | ~28 € |
| Öffentliche AC-Säule | ~0,59 € | 11,80 € | ~49 € |
| DC-Schnelllader | ~0,79 € | 15,80 € | ~66 € |
Zum Vergleich: Ein Benziner mit 7,5 l/100 km liegt bei ~1,70 €/l bei 12,80 € pro 100 km. Die Tabelle zeigt die unbequeme Wahrheit: Wer überwiegend am DC-Schnelllader lädt, fährt teurer als mit Benzin. Der Ladeort-Mix entscheidet.
Die drei Faktoren, die wirklich zählen
1. Dein Tarif — und wann du lädst
Dynamische Tarife und Nachtstrom-Fenster können den Preis pro kWh um 30–50 % senken. Wer die Wallbox nachts lädt statt um 18 Uhr, spart bei 15.000 km/Jahr schnell 200–400 € — ohne Komfortverlust.
2. Dein Ladeort-Mix
Zuhause ist fast immer am günstigsten. Ein Monat mit zwei Urlaubsfahrten und viel Schnellladen sieht komplett anders aus als ein reiner Heimlade-Monat. Deshalb führen Pauschalwerte aus Online-Rechnern in die Irre — dein Mix ist individuell.
3. Der Realverbrauch deines Autos
WLTP-Angaben gelten für Ideal-Bedingungen. Winter, Autobahntempo und Vorklimatisierung treiben den echten Verbrauch um 20–40 % nach oben. Dein wahrer Preis pro Kilometer zeigt sich nur in deinen echten Ladedaten.
Schluss mit Schätzen: miss deine echten Kosten
Deine Wallbox kennt deine Zahlen bereits — LadeKosten liest sie aus:
- Wallbox verbinden (go-e Charger, Wallbox Pulsar, Tesla Wall Connector u. a.) — jede Session wird automatisch mit kWh erfasst.
- Stromtarif hinterlegen — Festpreis oder zeitvariabel. LadeKosten bepreist jede Ladung mit deinem echten Tarif.
- Dashboard lesen: Monatskosten, Gesamt-kWh und dein Durchschnittspreis pro kWh — die eine Zahl, an der du erkennst, ob deine Ladestrategie funktioniert.
- Trend beobachten: Auf Nachttarif umgestellt? Im Folgemonat siehst du den Durchschnittspreis sinken.
Und wenn du wissen willst, wie sich das gegen einen Verbrenner rechnet: EV vs. Verbrenner — was sparst du wirklich?
Fazit
Zuhause laden kostet mit Standardtarif rund 6–7 € pro 100 km, mit Nachtstrom oder PV deutlich weniger — und ist damit in fast jedem Szenario klar günstiger als Benzin. Entscheidend ist nicht der Durchschnittswert aus dem Internet, sondern dein Tarif, dein Ladeort-Mix und dein Realverbrauch. Rechne dein Szenario im Ladekosten-Rechner durch — oder lass LadeKosten deine echten Kosten automatisch mitschreiben.